
Der Doppelstock-Steuerwagen R761, offiziell als DBbzfa 761 bezeichnet, ist ein wesentlicher Bestandteil der vierten Generation von Doppelstockwagen der Deutschen Bahn. Diese Fahrzeuge wurden zwischen 1994 und 1997 von der Deutschen Waggonbau AG (DWA) im Werk Görlitz gefertigt und sind speziell für den Regionalverkehr mit hohem Fahrgastaufkommen konzipiert. Die R761-Wagen verfügen über eine Einstiegshöhe von 600 mm (Variante 761.0) bzw. 760 mm (Variante 761.2) und sind somit für Bahnsteige mit unterschiedlichen Höhen geeignet. Sie sind mit Scheibenbremsen ausgestattet und beziehen ihre Energie zentral über die Zugsammelschiene. Die Fahrzeuge sind nicht klimatisiert, verfügen jedoch über ein geschlossenes WC-System. Im Unterstock befinden sich ein Großraum 2. Klasse, ein behindertenfreundliches WC sowie ein Mehrzweckraum mit Klappsitzen und Stellplätzen für Rollstühle, Kinderwagen und Fahrräder. Der Oberstock besteht aus einem weiteren Großraum 2. Klasse. Die Wagen sind mit Zugzielanzeigen an der Stirn- und Seitenwänden ausgestattet, im Innenraum werden Zugziel und Haltestellen angezeigt. Eine automatische Überfahrbrücke erleichtert den barrierefreien Einstieg. Die R761-Wagen sind vor allem im Regionalverkehr im Einsatz und wurden für Bahnsteighöhen von 600 mm bzw. 760 mm konzipiert. Sie bieten durch ihre Doppelstockbauweise eine hohe Passagierkapazität und sind somit ideal für stark frequentierte Strecken.